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Wanderurlaub auf Mallorca 2012

Anreisetag 17.4. 2012

Vom 17. bis 24. April 2012 weilte eine Gruppe Thüringer Naturfreunde zu einem Wanderurlaub auf Mallorca. Den Wanderurlaub hatte Roland Ripperger organisiert und Teilnehmer waren Naturfreundinnen und Naturfreunde aus Suhl und Jena sowie Gäste aus Franken. Wir waren insgesamt 42 Teilnehmer, die am Dienstag, den 17. 4. um 4:25 Uhr mit einem Airbus A321 in Nürnberg abhoben und nach ca. 2 Stunden Flugzeit sicher in Palma landeten. Von dort fuhren wir mit einem Bus nach Alcudia.Im Hotel Boccaccio stellten sich am Abend der Reiseveranstalter Grupotel Natur vor und informierte uns über die ersten geplanten Touren. Der Anreisetag stand jedem zu seiner individuellen Anpassung und zur Erkundung der näheren Umgebung zur Verfügung.

Bilder vom Anreisetag

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18.4. 2012

Zu unser ersten Wanderung starteten wir mit dem Bus zu der Halbinsel Formentor. Es war geplant in 2 Gruppen zu wandern, die unterschiedlich schwere Wege zurücklegen sollten. Die Gruppe für die anstrengendere längere Strecke, die Masio Vincenc als Wanderführer übernahm, war wesentlich größer als die zweite Gruppe. Das änderte sich aber bei den folgenden Touren, denn einige Teilnehmer hatten ihre Leistungsfähigkeit wohl doch überschätzt. Wir hatten schönes Wanderwetter so um die 20 Grad, doch sobald man ausgebaute Wege verlässt, wird es schwierig zu gehen und es gibt recht steile Passagen.Die Bilder geben einen Einblick in die Besonderheiten des Geländes, in dem wir uns bewegten. Es gab immer wieder herrliche Ausblicke auf das Meer.

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19.4. 2012

Für diesen Tag stand eine Wanderung zu den mystische Gotikfelsen bei Monasterio Lluc auf dem Programm mit einem mallorquinischen Picknick im Wald. Bereits die Anfahrt des Wandergebietes mit dem Bus war ein Erlebnis. Für das Picknick gab es einen kurzen Halt an einer Stelle im Wald, die für solche Ereignisse vorgesehen ist. Die Lebensmittel wurden ausgeladen und in einem verschließbaren Raum gelagert. Die Fahrt ging dann weiter bis zu einem für beide Gruppen vorgesehenen Startpunkt. Masio konnte uns , wie schon bei der ersten Wanderung, auf viele Besonderheiten in der Landschaft hinweisen und wusste Interessantes zu berichten. Als wir am Picknickplatz eintrafen bereitete Masio alles für das Picknick vor. Leider traf die andere Gruppe nicht am Platz ein. Via Mobiltelefon erfuhren wir, das sie bereits zum Koster Lluc abgestiegen waren und nicht mehr den Weg zum Picknickplatz zurücklegen wollte. So wurde es nichts mit dem gemeinsamen Picknick. Die Verpflegung für die andere Gruppe wurde im Rucksack mitgenommen und diese erhielten ihr Picknick erst so gegen 15:00 Uhr. Die Rückfahrt aus den Bergen führte über eine andere Route, um uns möglichst viel zu zeigen.

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20.4. 2012

Auf dem Programm stand eine Inselrundfahrt als Exclusivleistung. Es nahmen fast alle an dieser Fahrt teil und sie führte uns in den Osten der Insel.Der erste Halt war in Arta, wir stiegen dort zur ehemaligen Festung mit der Wallfahrtskirche auf. Wie immer bei solchen Veranstaltungen, war auch ein Besuch eines Marktes für heimische Erzeugnisse und Andenken geplant und so hielt unser Bus in Manacor. Hier wurde eine Menge von Holzerzeugnissen aus Olivenholz angeboten und wir konnten in einer Schaumanufaktur das Entstehen von Kunstperlen bestaunen. Die Perlen kommen aber längst aus Fern Ost Für das Mittagessen war ein Aufenthalt im Zentrum von Portocristo vorgesehen. Die Tour ging weiter in Richtung Felanitx, das Ziel war Puig de Sant Salvador. Der Bus hatte zunächst noch keine freie Fahrt für die steile kurvenreiche Auffahrt zum Kloster. Wir stiegen aus und liefen ein Stück des Weges bis uns der Bus dann wieder aufnahm . Haarnadelkurven verlangten dem Busfahrer viel ab und wir begriffen schnell, warum es so eingerichtet war, dass man keine entgegenkommende Fahrzeuge zulassen konnte. Wir hatten etwa eine Stunde Zeit, uns dort oben umzusehen, bevor wir zur Rückfahrt einstiegen. Gegen 18:00 Uhr kletterten wir dann wieder vor unserem Hotel aus dem Bus.

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21.4. 2012

Die Halbinsel Alcudia war für diesen Tag unser Ziel und der Bus brachte beide Gruppen bis zu Eremita de la Victoria. Wir hatten diesen Tag zwei junge Wanderführerinnen Ute und Steffi. Die Gruppe mit Steffi wählte einen bequemeren Weg ohne zu anspruchsvolle Steigungen, das gemeinsame Ziel mit der anderen Gruppe war das Restaurant Cocodrilo am Yachthafen in Port de Pollenca. Dort war für uns ein Mahl mallorquinischer Spezialitäten bestellt. Für die andere Gruppe war Talaia de Alcudia das Ziel, die Ruine eines Beobachtungsturmes auf einem Gipfel aus der Zeit, als man sich hier noch vor Piraten schützen musste. Der Wanderweg wies zunächst keine Besonderheiten auf. Wir stiegen durch schattigen Wald bergan, vorbei an einem Wasserbehälter mit Löschwasser. Danach wurde es steiler und steiniger und die Sonne brannte uns auf den Pelz, doch für uns kein Problem. Ein Gipfelfoto zeigt alle, die an diesem Tag sich zu dieser Gruppe zusammengefunden hatten. Wir stiegen dann in gleicher Richtung wieder ab bis ca. 1 Kilometer vor Eremita de la Victoria. Dort zweigt ein Wanderpfad ab, der schmal und stellenweise schwer zu gehen war aber eine herrliche Sicht auf das Meer bot. Die Gruppe zog sich deshalb weit auseinander. Plötzlich hörten wir einen Schmerzensschrei, die Gruppe stoppte sofort. Regina war an einer schwierigen Passage abgerutscht und hatte sich den Fuß so verletzt, dass sie nicht weitergehen konnte. Ute, unsere Wanderleiterin an diesem Tag, behielt die Ruhe und rief per Handy den Bergrettungsdienst. Notarzt und Sanitäter trafen innerhalb einer Stunde am Unfallort ein, sie waren mit PKW bis zum Beginn des Pfades gefahren und gelangten zu Fuß zur Unglücksstelle. Die Gruppe war inzwischen zur Eremita de la Victoria zurück gelaufen und warteten dort. Kurze Zeit später wurde unser Unfallopfer per Hubschrauber aus ihrer Lage befreit und ins Krankenhaus in Inca geflogen. Wir anderen stiegen dann einen steilen Wanderpfad, der teilweise durch ein ausgetrocknetes Bachbett führte in Richtung Yachthafen ab und trafen noch zum vereinbarten Zeitpunkt am Ziel ein. Die mallorquinischer Spezialitäten und der Wein mundeten uns vortrefflich, doch das Geschehene drückte die Stimmung etwas. Zum Abendessen war unser Pechvogel wieder da, allerdings im Rollstuhl und der Option am nächsten Morgen nach Hause zu fliegen, um den gebrochenen Fuß nicht im Ausland operieren zu lassen. Roland, der Organisator dieser Wanderwoche, übergab die Amtsgeschäfte an Fritz Träber und begleitete seine Frau auf der verfrühten Heimreise.

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22.4. 2012

"5 Buchten-Wanderung - Welt der Piraten" stand im Programm. Der Bus schaukelte uns erneut in Richtung Arta und strebte von dort die Küste an. Die zwei Gruppen trennten sich, um unterschiedliche Wege zu einem Ziel einzuschlagen. Im Bus ruhte ein mallorquinischer Picknick, das wir gemeinsam einnehmen wollten. Der Weg den die erste Gruppe mit Masio einschlug war beeindruckend. Er führte über Klippen und sandige Buchten. Von der anderen Gruppe die einen etwas höher gelegenen Weg wählen sollte, sahen wir bald nichts mehr. Wir trafen am vereinbarten Ort zur rechten Zeit ein, doch von der anderen Gruppe keine Spur. Bis Masio diese aufgespürt und zu uns gelotst hatte, hatten wir viel Zeit, im Sande sitzend surfenden jungen Leuten zuzusehen. Ob Marie Theresa wegen des Vorfalls am Vortag aus Sorge um die Gesundheit ihrer Wanderer feste Wege nicht verlassen wollte oder sich einfach verlaufen hatte, konnten wir nicht klären. Nach dem Picknick stieg die erste Gruppe noch zu dem verfallenen Turm Talaia de son Jaumell auf. In Cala Agulla erwartete uns unser Bus und trug uns zurück zum Hotel.

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22.4. 2012

Das war unser letzter Tag vor dem Heimreisetag und wir konnten wählen zwischen einer Wanderung zum Talaya Morella oder einem Besuch von Palma. Beides waren exklusive Veranstaltungen mit einem Teilnehmerbeitrag. Die Gruppe der Wanderer war noch kleiner geworden als die Tage zuvor, denn es war eine Tour in schwierigen Gelände von ca. 18 Kilometer Länge angekündigt. Die Gruppe nach Palma führte Maria Theresa und begeisterte die Teilnehmer mit ihrer Detailkenntnis über die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten. Die anderen fuhren zusammen mit Masio erneut in das nord-östlich von Arta gelegenen Naturschutzgebiet Parc Natural de la Peninsula. Wir stiegen in einem lieblichen Tal aus und wanderten bergan. An einem verfallenen Ziehbrunnen trafen wir eine Gruppe Kinder mit Rangern. Sie zeigten den Kindern gerade einen gefangenen Vogel und ließen sie sein Gefieder berühren. Die Reste eines Gefangenenlagers aus Francos Zeiten erinnerte daran, dass diese Gegend wohl nicht immer von allen so lieblich gefunden wurde. Allmählich erreichten wir die Höhe und verließen den Weg. Es ging dann quer durchs Gelände. Dort stiegen wir in zum Teil wildem wegelosem Gebiet über große Steine, überwanden Drahtzäune zum Talaia Morella. Als Rückweg hatten wir die Wahl zwischen einem Abstieg durch schwieriges Gelände zur Eremita de Betlem oder den Rückweg zu unserem Startpunkt. Wir entschieden uns zu letzterem und wählten diesmal den ausgebauten Weg. Es war warm und wir konnten, wie schon an allen vorangegangenen Tagen, unsere Regenjacken im Rucksack lassen.

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24.4. 2012

Früh hatten wir unsere Hotelzimmer zu räumen. Unser Gepäck konnte in einem Raum bis zum Abend gelagert werden. Einige nutzen auch die Möglichkeit für 20 Euro das Zimmer noch bis 16:00 Uhr zu nutzen. Unser Flug ging erst gegen 22:15 Uhr und es blieb für jeden noch Zeit, individuell etwas zu unternehmen. Viele unserer Wanderfreunde trafen wir in der Altstadt von Alcudia, andere waren noch in der Umgebung unterwegs. Als Wegzehrung hatte uns Maria Theresa noch eine ganze Ladung Obst ins Hotel geschickt, das von allen freudig angenommen wurde. Die Bilanz von unserer Wanderwoche: Es war ein schöner Kurzurlaub. Wir haben viel gesehen und erlebt. Mallorca ist eben nicht nur Ballermann und Badestrand. Ein Danke nochmal an alle, die uns diese schönen Tage ermöglicht haben und alles Gute für unseren Pechvogel mit besten Wünschen zur baldigen Genesung.

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Text und Auswahl der Fotos: Klaus Schimpke. Die Fotos wurden aufgenommen von:
Reinhardt Müller (m_img.....)
Elisabeth Schimpke (img...)
und Klaus Schimpke (p.....).

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