Wanderurlaub Thüringer NaturFreunde
am Gardasee 2011


unterwegs

Am 21. 5. 2011 trafen sich NaturFreundinnen und NaturFreunde der Ortsgruppen Suhl und Jena zu einem einwöchigen Wanderurlaub in Lemone am Gardasee. Das Treffen hatte Roland Ripperger organisiert und 27 Teilnehmer kamen. Die Anreise erfolgte individuell mit PKW, wir hatten Fahrgemeinschaften gebildet. Vor Ort war Wikinger-Reisen der Veranstalter. Wir waren im Hotel "Le Balze" untergebracht und eine ortskundige Wanderleiterin von Wikinger-Reisen führte die Touren. Zeitweise stand uns auch ein kleiner Bus zur Verfügung, der uns zu entfernteren Ausgangspunkten der Wanderung brachte oder uns am Endpunkt abholte.
Was wir gemeinsam unternahmen und erlebten ist hier in einzelnen Tagesberichten unserer Wanderer zusammengetragen und mit Bildern ergänzt.
Anita und Eberhardt erinnerten sich an die Anreise und die Wanderung am Sonntag, dem 22. Mai wie folgt:

Im Laufe des Sonnabends trudelten alle Wanderfreunde im Hotel "Le Balze" ein. Der Nachmittag war ausgefüllt mit Wellness und einem Begrüßungsbier an der Bar,wobei es bei dem Preis bei einem!! blieb. Nach dem Abendessen stellte sich unsere Wanderleiterin, Sibylle Stöhr vor und informierte alle Wanderfreunde über die geplante Tour am Sonntag.

Die Wanderung am Sonntag dem 22.Mai führte vom Hotel abwärts über die Hochebene von Tremosine zu dem Bergdorf Pieve. Auf dem Vorplatz der Kirche wurde mit Blick auf den Gardasee das Mittagessen aus dem Rucksack eingenommen und natürlich zum Nachtisch ein schönes italienisches Eis geschleckert Durch Wälder und idyllische Täler stiegen wir dann auf nach Vesio wo wir in einem schönem Cafe am Marktplatz eine ausgiebige Ruhepause einlegten. Mit frischen Kräften ging es von Vesio wieder zurück zum Hotel.

Die Bilder zu den Berichten sind in einer getrennten Datei abgelegt. Ruft man diese auf, so erscheint zunächst eine Sammlung von kleinen Vorschaubildern. Bewegt man den Mauszeiger über diese Bilder und verweilt mit dem Zeiger einige Zeit auf diesen, werden zusätzliche Informationen zum Vorschaubild angezeigt. Mit einem Mausklick auf das Vorschaubild öffnet man eine vergrößerte Darstellung. Viel Spaß allen denen, die mit waren, sich auf diesen Bildern wiedererkennen und an die Touren erinnern. Roland fertigt bestimmt wieder eine DVD an, die diese Erlebnisse noch plastischer darstellen kann, als das hier im Internet möglich ist.

Bilder vom Anreisetag

Bilder Wanderung Sonntag 22.5.

Renate und Gerhard beschreiben recht ausführlich die Montagstour ihrer Gruppe. Wir hatten wegen der großen Konditionsunterschiede, die sich bereits am ersten Wandertag zeigten, beschlossen in 2 Gruppen auf Tour zu gehen. Die leistungstärkere Gruppe führte unsere Wanderleiterin Sybille auf einem Rundweg über verschlungene Pfade (218, 220) um den Cima della Volte. Grandiose Ausblicke entschädigten für die schweißtreibende Tour auf einsamen gerölligen Pfaden bei hochsommerlicher Temperatur. Hier nun der Bericht von Renate und Gerhard über die Erlebnisse auf der weniger anstrengenden Tour:

Wanderung zur Einsiedelei.
Früh gegen 9:30 Uhr besteigen wir den Bus nach Polzone, um von dort das erste Stück der Tour gemeinsam zu gehen. Nach kurzer Zeit trennen sich unsere Wege und wir, Renate, Gerhard, Lilo, Robert, Siegrid, Elisabeth, Uschi, Günther (Pipin) Ruth und Ingrid schlagen den Weg zur Einsiedelei im Tal San Michele ein. Wir laufen auf einem gut befestigten Weg im Schatten dicht gewachsener Laubgehölze und fühlen uns alle bei diesen angenehmen äußeren Bedingungen sehr wohl. Links vom Weg hört man ein Wasser rauschen. Kleine Einblicke nach unten lassen nur erahnen, wie steil und gewaltig dieses Tal ist. Wir nehmen uns die Zeit, um alles in unserer Umgebung Befindliche zu untersuchen. Ob seltene Pflanzen, Blumen oder interessante Ausblicke, alles wird fotografiert. Wir bestimmen unser Tempo selbst und keiner muss hinter uns her hecheln, wenn er auch mal gebummelt hat. Robert setzt sein "Navi" ein und zeigt uns immer den richtigen Weg. Leider sieht er auf seinem Schirm aber nur die befestigten Straßen die irgendwo in der Nähe durch die Gegend gehen und für den Autoverkehr bestimmt sind. Wir sehen als erstes Zeichen von Zivilisation ein Wohngebäude, dass unmittelbar an ein Staubecken gebaut ist. Hier wird das Wasser gestaut und wahrscheinlich bei Bedarf dosiert abgelassen. Glasklares Wasser läuft auch von einer Felswand, das förmlich einlädt unseren Durst zu stillen und die Trinkflaschen zu füllen. Von einer Einsiedelei ist noch lange nichts zu sehen. Zuerst müssen wir uns hier für einen Weg entscheiden, denn hier gibt es zwei Möglichkeiten zu laufen. Wir entscheiden uns, Dank "Navi", für den Richtigen und laufen weiter bergan. Von weitem leuchtet uns eine weiß getünchte Hütte entgegen, was sich aber als Forststützpunkt herausstellt. Beißender Aasgeruch steigt in unsere Nasen, wahrscheinlich eine Wildsau die man in der Hütte vergessen hat mitzunehmen. Wir gehen schnell weiter und stoßen dann auch auf ein Hinweisschild "Eremo San Michele". Noch ein kurzer Geländegang und wir stehen vor der Einsiedelei. Ein von der Witterung gezeichnetes kleines Steingebäude auf einer Felsspitze gebaut. Natürlich ist alles fest verschlossen. Den einzigen Einblick ins Innere kann man nur durch die Fensterscheiben erhaschen. Mit etwas Geschick gelingt auch ein Foto, das einen weiß getünchten Altarraum mit davor stehenden Bänken erkennen lässt. Ob die Blumen auf dem Altar frisch sind, kann man schlecht genau feststellen, aber von weitem sieht es so aus. Wir setzen uns auf die Steintreppen im Schatten des alten Gemäuers und stärken uns erst einmal, bevor wir den gleichen Weg zurückgehen. Robert ist es zu langweilig geworden. Er versucht eine Abkürzung in dem steilen Gelände zu gehen. Wir sind alle skeptisch, aber unsere Befürchtungen sind unbegründet, denn sein "Navi" lässt ihn wieder wohlauf zu uns stoßen. Alles in allem war das für die nicht ganz so fidelen Wandersleute eine zufriedene schöne Tour, die dann auf dem Heimweg in Vesio noch mit einem Eiscafe bzw. kühlem Bier gekrönt wurde.

Bilder der Montagstouren

Am Dienstag waren wir wieder mit 2 Gruppen unterwegs. Günter beschreibt die lange Wanderung zum Ledrosee und Sigrid lieferte einige Zeilen von der Wanderung zum Monte Brione. Der Besuch des Monte Brione begann mit einem Bustransfer zum Hafen von Lemone und von dort weiter mit dem Schiff nach Riva. Ein Bummel entlang der Strandpromenade führte zum Segelhafen. Von dort begann der Aufstieg zum Monte Brione durch Olivenhaine mit herrlichen Ausblicken auf den Gardasee. Orchideen säumten den Weg. Verfallene Gefechtstationen aus dem 1. Weltkrieg erinnern immer noch an die schweren Kämpfe, die hier stattfanden. Bis der vom Ledrosee kommende Bus die Gruppe aufnahm, war noch genügend Zeit die Stadt zu besichtigen und bei Kaffe und Eis die Seele baumeln zu lassen. Hier nun Günters Bericht:

"Über den Passo Nota zum Ledro-See"
Gegen 9:00 Uhr gehen wir direkt am Hotel los. Wir wandern ein Stück die Straße in Richtung Vesio. Dann geht es steil hinauf in die Wandfluchten über dem Gardasee. Es ist wieder schön warm und wir schwitzen gehörig. Der geröllige Weg führt auf und ab durch Wälder und an kahlen Steilhängen entlang. Rechts, tief unter uns sehen wir ab und zu den See glänzen. Schließlich geht es mit letzter Kraft steil zum wahrscheinlich höchsten Punkt unserer heutigen Wanderung hinauf. In einer kleinen Scharte rasten wir kurz. Ein kurzer Abstieg bringt uns auf eine Art Forstweg den wir leicht ansteigend ohne Mühe folgen können. Anfangs geht es durch mehrere Tunnel und es liegen viele Steine auf dem Weg. Befahrbar ist er an dieser Stelle nur für Radfahrer, die uns entgegenkommen. Der Weg wurde im 1. Weltkrieg für militärische Zwecke angelegt und führt von Vesio zum Passo Nota. Unterwegs passieren wir am Weg ein Schild mit der Aufschrift "Murvalle 1300m" . Wir befinden uns hier offenbar auf einem kleinen Sattel neben einer Erhebung mit dem Namen "Cima Muraval" mit 1327m Höhe. Arbeiter sind damit beschäftigt den Weg von störender Vegetation und Steinen zu befreien. Sperrschilder wegen dieser Arbeiten verunsichern uns etwas. Aber wir versuchen es mit Ignorieren und gehen weiter, leicht absteigend zur Hütte am Passo Nota (1208m). Hier gibt es Radler selbstgemischt und köstlichen gegrillten Käse. Nach Überwindung des Passes (1240m) geht es nun bis zum Ledro-See nur noch abwärts. Und zwar heftig. Steile geröllige Wege und einige Steilstufen klettern wir im dichten Wald hinunter bis der Weg zum bequemerem Schotterweg wird. Fast ganz unten kommen uns einige Radfahrer entgegen. Sie tragen ihre Räder jetzt schon! Sie hätten sich bei der Wegewahl wohl etwas vertan, meinten sie. Auf einer Teerstraße erreichen wir schließlich den Ledro-See mit seinem wunderbar klarem Wasser in dem man die großen Fische deutlich sehen kann. Wir sind hier 665m hoch, also fast genauso hoch wie unser Hotel. Noch ein Stück am See entlang und schon sind wir am Cafe in Molino di Ledro. Wir schaffen es gerade noch uns an Bier, Eis und anderen Genüssen zu laben, da kommt auch schon der Bus für unseren Rücktransport. Zunächst fahren wir in Serpentinen ein steiles Tal hinab und dann durch einen langen Tunnel nach Riva hinunter. Hier warten an der Post schon die Anderen. Gemeinsam fahren wir hinauf zu unserem herrlich gelegenem Hotel.

Bilder vom Dienstag

Für die Fahrt zum Monte Baldo hatte Robert das Los für den Bericht gezogen und lieferte uns folgende kurze Darstellung:

Mittwoch, 25.5.2011 - Fahrt zum Monte Baldo
Der Monte Baldo ist ein 30 km langer Höhenrücken, mit einigen Gipfeln über 2000 Metern, Cima Valdritta 2218 m(aus WIKIPEDIA), der wurde aber von unseren Wanderern nicht bestiegen. Start von "Le Balze" mit Bus und Fahrt nach Limone,Übersetzen über den Gardasee nach Malcesine. Großer Andrang an der Talstation der Seilbahn, Wartezeit etwa 45 Minuten. An der Mittelstation abermals warten, da die Gondel auf der unteren Teilstrecke nur die Hälfte der Fahrgäste aufnehmen kann, die dann mit der Panorama-Gondel bis zur Bergstation befördert werden. Die Panorama-Gondel dreht sich während der Fahrt um 360 Grad. Auf dem Berg unternahmen unsere Naturfreunde, je nach Kondition und gesundheitlichem Befinden, längere oder kürzere Wanderungen. Dabei waren alle von den hier blühenden Blumen und den sich bietenden Ausblicken begeistert. Abstieg wieder mit Seilbahn nach Malcesine, Übersetzen und Rückfahrt mit Bus zu unserem Hotel.

Bilder der Fahrt zum Monte Baldo

Der Donnerstag war für eine Fahrt auf dem Gardasee reserviert. Heidi und Reinhard berichten darüber wie folgt:

Wie die Tage vorher, fuhren wir mit dem Bus vom Hotel bis nach Limone zum Hafen, wo uns Sibylle mit den Fahrkarten für die Gardasee-Rundfahrt empfing. Start war 9.30 Uhr bei sonnig warmen Wetter in Limone. Wir fuhren mit der Prinzipessa am westlichen Gardaseeufer vorbei an der Villa Feltrinelli (Aufendhaltsort Mussolinis) bei Gargnano, der Gardaseeinsel Isola del Garda nach Sirmione, der südlichsten Halbinsel des Gardasees. Dort hatten wir 2,5 Stunden Zeit um uns die liebevoll herausgeputzte Altstadt mit dem Skaligerkastell, das ganz vom Wasser umgeben ist, und die "Grotten des Catull", Reste einer palastartigen Villa aus der römischen Kaiserzeit zu besichtigen. Zeit für ein Bad im Gardasee und einen Eisbecher blieb auch noch. Um 13.45 Uhr setzten wir die Fahrt nach Garda am Ostufer fort. In Garda hatten wir noch einmal 1,5 Stunden Aufenthalt um uns die Altstadt mit ihren überwölbten Wegen und zwei Tortürmen, zwischen denen die Hauptgasse verläuft, zu bestaunen. An der Uferpromenade mit üppiger mediteraner Vegetation sind auch noch einige venizianische Paläste zu bewundern. 16 Uhr verließen wir die Bucht von Garda und fuhren vorbei an Malcesine wieder nach Limone. Ankunft war gegen 17.15 Uhr wo uns Sibylle und der Bus wieder empfing und zum Hotel "Le Balze" brachte.

Bilder der Fahrt auf dem Gardasee

Leider geht unser Wanderurlaub zu Ende. Lilo und Karl-Heinz erinnern sich, wie sie diesen Tag erlebten:

Wie an allen bisherigen Tagen wurden wir von den Trillern einer Amsel geweckt. Zum Abschluss war eine kleine Tour vom Küstenort Gargnano zum Bergdorf Muslone und zurück geplant. Mit dem Bus fuhren wir auf der Uferstraße durch Tunnel und Galerien zum Startpunkt Gargnano. Durch den Ort ging es leicht bergauf an der ehemaligen Villa Feltrinelli mit ihrem weitläufigen Park vorbei - jetzt Grand-Hotel - und von 1943 - 1945 offizieller Sitz der "Republik von Salo" unter Mussolini. Am vorhergehenden Tag konnten wir dieses beeindruckende Anwesen auf einer Schiffstour von der Seeseite aus bewundern. Nach einigen Kilometern auf ausgebauten Straßen und Wegen ging es auf einem Maultierpfad weiter aufwärts. Ein solches Tier konnten wir dann hinter einem Zaun bestaunen. Zur Mittagsrast hatten wir den Aufstieg fast vollständig geschafft und es begann leicht zu regnen. Zum Glück konnten wir uns in der Remise eines Gehöftes unterstellen und unseren Nachtisch aus Süßkirschen direkt vom Erzeuger genießen.Nach dem Restaufstieg ging es durch das malerische Dörfchen Muslone und dann wieder bergab Richtung Gargnano. Kurz vor unserem Ziel wurde der Regen etwas stärker und wir mussten flott ausschreiten, um es so schnell wie möglich in ein Café zu schaffen. Nachdem wir es erreicht hatten, weitete sich der Regen zu einem kräftigen Gewitterguss aus und wir waren froh, im Trockenen zu sitzen. So schnell wie der Guss einsetzte, hörte er auch wieder auf.Nun blieb noch Zeit für einen kleinen Bummel durch Gargnano bis zur Abfahrt unseres Busses, der uns wieder wohlbehalten in unser Hotel "Le Balze" zurückbrachte.

Bilder letzte Tour

Mit Fotos haben zu diesem Bericht beigetragen:
Uschi Ratz (Filmnamen s.....)
Peter Ratz (Filmname imgp.......)
Robert Kupper (Filmnamen kpp......)
Reinhard Müller (Filmnamen img.....)
Klaus Schimpke (Filenamen p.....).
Auswahl der Bilder,Zusammenfassung der einzelnen Beiträge und Gestaltung Klaus Schimpke

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