Treffen in Uder 2010



Diteroder Klippe

Wir trafen uns mit unseren Erlanger Bergfreunden diesmal im Eichsfeld. Mitglieder unserer Ortsgruppe lernten anläßlich einer anderen Veranstaltung die Bildungs- und Ferienstätte in Uder kennen. Helmut Rückbeil war der Oberorganisator, für die Vorbereitung der Wanderungen hatte er einige Helfer. Das Interesse aller an diesem Treffen war recht hoch, besuchten wir doch eine Gegend, die uns lange wegen der innerdeutschen Grenze unzugänglich war. Am Donnerstag, den 30.9. waren alle 58 Teilnehmer angereist. Nachmittags, gleich nach der Anreise, besuchten wir die Naturparkausstellung im Wasserturm des ehemaligen Bahnhofs von Fürstenhagen, wanderten anschließend zu den Dieteröder Klippen und hinunter zur Einkehr in die Ausflugsgaststätte "Zur schönen Aussicht". Danach ging es entlang der ehemaligen Bahntrasse zurück nach Fürstenhagen. Nach dem Abendessen erwarteten uns Herr Baum und Herr Sander mit einem Vortrag über Landschaft und Kultur im Eichsfeld. Die Bilder stimmten uns auf das in den folgenden Tagen geplante ein.
Das erste Ziel am nächsten Tag war der Hülfensberg, der älteste Wallfahrtsort des Eichsfeldes. Anschließend wanderten wir zu der in der Nähe gelegene ehemalige Grenze. Hier konnte uns Herr Sander einiges zur ehemaligen Grenzsicherung erzählen. Er war nach eigenen Aussagen als Pionier beim Abbau der Selbstschussanlagen und Minen beteiligt. Die Stadt Lengenfeld unterm Stein war unser nächstes Ziel. Am Bahnhof standen viele Fahrraddraisinen bereit. Sie warteten auf eine Gruppe Touristen, die auf der stillgelegten Strecke der "Kanonenbahn" über das 244m lange und 23m hohe unter Denkmalschutz stehende Viadukt und weiter bis zum 13Km entfernten Bahnhof Küllstedt strampeln wollten. Einige von uns wären auch gern Draisine gefahren, aber leider reichte unsere Zeit dafür nicht. Wir überquerten also das Viadukt zu Fuß und wanderten durch die Stadt wieder zurück zum Bahnhof. Auf der Heimfahrt besuchten wir des ehemalige Klosters Zella. Dort hatte man extra für uns die Kaffeestube geöffnet. Am Abend stand uns erneut der Vortragraum zur Verfügung und wir konnten über den Beamer Bilder von vergangenen Touren ansehen. Besonders beeindruckend waren die Bilder einer Bergtour in den Alpen von Günter Urstadt.
Der nächste Tag begrüßte uns mit leichtem Regen, trotzdem starteten wir zur Burgruine Hanstein. Ein Herr in mittelalterlicher Tracht erklärte uns die verschiedenen Gebäude der Ruine. In der Mauer konnten wir zwar den steinernen Neidkopf mit der herausgestreckten Zunge sehen, nicht aber die auf der anderen Seite der Werra liegende Burg Ludwigstein, deren Besitzer die Hansteiner mit diesem herausforderten. Auf unterschiedlich langen Wanderstrecken ging es dann auf Tour. Jeder konnte sich entsprechend seiner Kondition einordnen. Die längste Wanderstrecke führte über Teufelskanzel, Lindewerra, Werleshausen und wieder steil hinauf zum Parkplatz an der Burg Hanstein. Beim Stockmacher in Lindewerra konnten wir zusehen, wie aus geraden Ästen der Maronibäume aus Spanien die wohlgeformten Griffe der Spazierstöcke hergestellt wurden.
Vor der Heimreise am letzten Tag stand noch ein Besuch im Literaturmuseum "Theodor-Storm" in Heiligenstadt auf dem Programm. Theodor Storm im Eichsfeld? – wird mancher fragen. Der gehört doch nach Husum an die Nordseeküste! Warum lebte Theodor Storm 7 Jahre in Heiligenstadt? Frau Dr. Regina Fasold, die Leiterin des Museums wusste auf diese und viele andere Fragen die richtige Antwort. In einer einstündigen Führung durch die verschiedenen Räume erfuhren wir auf sehr anschauliche Weise wissenswertes über den Menschen Theodor Storm, seine Familie und sein Schaffen. Bei einem Besuch in diesem Museum ist eine Führung durch Frau Dr. Fasold sehr zu empfehlen. Die Zeit war wieder viel zu schnell verflogen. Die Verpflegung war gut, die Zimmer auch. Nach einem herzlichen Abschied fuhren alle wieder nach Hause. Nicht traurig sein - nächstes Jahr sehen wir uns wieder.

G.Müller/K.Schimpke

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Aufnahmen von R. Müller und Kl.Schimpke

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